Mein Abenteuer mit Gucio-Schuhen begann, als mein ältester Sohn im Begriff war, laufen zu lernen.
Ich hatte vor, ihm Schuhe zu kaufen, aber es stellte sich heraus, dass es nicht so einfach war.
Ich besichtigte viele Geschäfte in Kraków, wo ich wohne, und ich habe nichts gefunden, was für mich zufriedenstellend wäre.
Die angebotenen Kinderschuhe waren entweder zu schmal oder hatten eine allzu steife Laufsohle, denn der Fuß ist beweglich und sollte sich biegen können.
Andere Schuhe hatten wiederum eine zu steife Hinterkappe, die an der Ferse rieb und noch andere waren aus Lederimitat hergestellt.
Die Schuhe, die ich akzeptieren könnte, waren für besser betuchte Geldbörsen vorgesehen.
Trotz langer Suche habe ich leider keine idealen Schuhe für meinen kleinen Sohn gefunden.
Ich habe also beschlossen, sie selbst herzustellen und zwar um so mehr, als ich nach dem absolvierten Studium für Industrielle Formen an der Akademie
der Bildenden Künste in Kraków und dem Abschluß in einer italienischen Schule zum Entwurf von Schuhen mit dieser Frage
mich beruflich beschäftigen wollte.
Die von mir hergestellten ersten Exemplare schienen sehr gelungen zu sein.
Jedoch nach einigen Gesprächen mit Schuhproduzenten über die Möglichkeit, die Produktion in ihren Werken einzuleiten, stellte sich heraus, daß es nicht genügt, die Idee allein zu haben. Der Entwurf gefiel ihnen zwar, ihnen fehlte jedoch der Mut, in diese Neuheit zu investieren. Ich meldete also zugleich meine neuartige Idee beim Patentamt der Republik Polen an und trotz der Warnungen seitens der wohlgesinnten Personen beschloß ich, mit meiner eigenen kleinen Produktion zu beginnen. Die zur Zeit von mir hergestellten Schuhe haben schon drei meine Kinder,
die Kinder von Bekannten und von Bekannten der Stammkunden getragen, die sich selbst überzeugen konnten, was das Beste für ihre Kinder ist.*Dieser Text befindet sich hier mit dem freundlichen Einverständnis des Designers und Schuhherstellers Slawomir Piwowarczyk.



